Architecture and movement in nature
Internationales Symposium 5. - 7.11.2021

„Diese Feststellung machen wir immer wieder, dass, wenn wir gehen und dadurch unser Körper in Bewegung kommt, dann auch unser Denken in Bewegung kommt.“
(Thomas Bernhard)

Die enge Beziehung von Bewusstseinsbildung und Bewegung wurde von zahlreichen Autoren seit der Antike mit einer zweiten Relation verknüpft, derjenigen von Architektur und Natur; sei es in einem Zusammenspiel von Gehen und Denken in Bauwerken, welches die Natur als Motiv und Beweggrund der Einbildungskraft mit einfließen lässt, sei es eine architektonisch gestaltete Natur, die über Wegeführungen die Geistestätigkeit affiziert, oder sei es eine Verfestigung der in der Baukunst gebildeten Gedanken in der Natur – eine Übertragung aus der spekulativen Isolation in die lebendige Praxis.

In diesen Bezugsrahmen fallen mannigfaltige Ausprägungen der Modelle von Bewegung in und durch Architektur und Natur, die von Theoretikern und Praktikern aus den Fächern Architektur, Philosophie und Kunstgeschichte zu diskutieren sind.

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Perspektiven aus Architektur und Philosophie

Tagung der Internationalen Gesellschaft für Architektur und Philosophie (IGAP)

ZWE Plakat Kopie 300pxSeit der prominenten Stellung der utilitas in der vitruvianischen Trias wird die Aufgabe von Architektur und ihr Verhältnis zum Entwurf theoretisch reflektiert. Kategorien wie Zweck, Funktion oder commodité bilden dabei ebenso den Kern der Disziplin wie sie zunächst im scheinbaren Widerspruch zu Freiheit und Erfindung stehen. Dieses spannungsreiche Verhältnis manifestiert sich in einer Vielzahl von Gegensätzen: Normierung gegenüber künstlerischer Freiheit – Schaffen von Freiräumen für die Nutzer der Architektur gegenüber dem Ziel einer Prägung des Menschen durch den Architekten – das Abbilden von Formen und Strukturen aus den Bereichen der Natur, Technik oder Ökonomie gegenüber einem schöpferischen Individualismus. Dieses produktive Wechselspiel von Erfindung und Zweck verbindet in selten konsequenter Weise nicht nur die Bereiche Architektur und Philosophie miteinander, sondern auch die Mikro- und Makroebene eines Architekturdiskurses, der sich zwischen Baustelle und theoretischer Reflexion entfaltet.

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affice atmosphere 2018

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06. - 08. Juli 2018 - Internationales Symposium - Universität Regensburg

Fügen und Weben – Fläche und Sinn

Über den Topos des Webens als handwerkliche Metapher für die Entstehung eines sprachlichen Sinngefüges erklärt sich die große Prominenz, die Konzepte der Oberflächenordnung für die Raumkunst der Architektur seit dem 19. Jahrhundert besitzen. In idealtypischer Weise manifestiert sich diese Vorstellung in der Bekleidungstheorie des historistischen Architekten Gottfried Sempers, im Bereich Philosophie verfolgten später insbesondere Gilles Deleuze und Félix Guattari das Thema.

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